Welcher Selbständige, der sich die Zeit selber einteilen kann, kennt sie nicht die immer wieder vorkommenden Motivationsprobleme, Enttäuschungen und Kreativitätstiefs?
Was kann man dagegen tun:
Mir helfen schriftlich formulierte Ziele (Tagesziele, Wochenziele, Monatsziele und Jahresziele) die aufeinander abgestimmt und gekoppelt sind mit einer statistischen Zielerreichungsquote. Dauert täglich ca. 15 min und gibt mir eine Art Geländer, damit ich nicht auf Abwege gerate (Ablenkungen gibt es genug, z. B. schönes Wetter, Einladungen von Freunden, Internetsurfen, Buch oder Zeitung lesen, Post lesen, einkaufen gehen…)
Eine kreative Pause (mit Brainstorming) zu meinen Zielen, Wünschen, weckt auch meine Lebensgeister.
Bei einem gehörigen Durchhänger hilft manchmal sich etwas Gutes tun, zu relaxen mit Sauna, lesen, einkaufen gehen, joggen, mit Kollegen einen Kaffee trinken gehen, einen Ausflug machen…
kleine Erfolgserlebnisse erzeugen, z. B. in dem man sich ein Tagesziel vornimmt und zumindest dieses abhackt.
Unangenehmes zerlege ich in viele Teilaktivitäten und nehme mir jeden Tag eine vor.
Z. B. bereitet man für eine zu schreibende Arbeit ein paar Stichworte vor, geht dann Frühstücken und dann geht es weiter, da der Anfang schon mal gemacht wurde.
manche Aktivitäten kann man sich zur positiven Gewohnheit machen und solange man den Rythmus beibehält läuft das auch, allerdings eben nur wenn man diese Aktivität zumindest 5 min lang durchführt, egal wie müde man ist. Man sollte hierbei nicht zu streng sein, es zählt auch schon, dass in Angriff nehmen der Aktivität, es muss nicht unbedingt vollendet werden.
Für mich ist es wichtig, mir jeden Tag bewusst zu machen, was ich alles erledigt habe, dazu schreibe ich mir in meinen Terminkalender nicht nur die zu erledigenden Aktivitäten, sondern darunter auch alle wirklich durchgeführten bzw. in Angriff genommenen Tätigkeiten, damit ich am Abend sehe, ob sich der Tag gelohnt hat.
Mit Motivation verbunden ist natürlich auch das Überwinden von Enttäuschungen.
Oftmals gelingt es auch gescheiterten Dingen noch etwas positives abzugewinnen.
Wer weiss schon ob es nicht manchmal sogar besser ist, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, da einem das Schicksal somit die Chance gibt nochmals darüber nachzudenken (auch über die eventuellen Konsequenzen des tuns) und somit Fehler vermeiden hilft. Wenn man sucht, lässt sich schon öfters was Gutes finden, alles eine Frage der Kreativität…
Kreativitätstiefs lassen sich manchmal auch mittels Entspannungsübungen überwinden, oder mittels Bewegung, z. B. herumgehen im Raum, einen anderen Sitzplatz einnehmen, den Raum wechseln…
Mir hilft es in ein Büchergeschäft zu gehen und irgend etwas finde ich immer, dass mir gefällt und mir zu neuen Ideen verhilft.
Mittels Brainstorming herum zu spinnen, ohne gleich Kritik zu üben, hilft auch öfters auf neue Ideen zu kommen. Am besten mit ein paar Kollegen, die aber bitte in der Lage sind in der Kreativphase keinerlei Kritik zu üben.
Oft hilft es auch in einem Brainstorming sich einfach das Gegenteil einer Lösung vorzustellen (was müsste sein, damit Dein Problem absolut nicht gelöst werden kann), um in Schwung zu kommen. (Negatives fällt uns viel leichter ein, als Positives). Im zweiten Schritt klappt es dann auch mit Positiven Einfällen, um sich Lösungen für ein Problem einfallen zu lassen.
Lässt sich ein Problem nur schwer lösen, kann man auch versuchen es so detailliert wie nur irgendwie möglich zu beschreiben, wodurch das Problem schn zur Hälfte gelöst wird. Findet man den Kern eines Problems hat man schon 75% der Lösung in der Hand. Anschliessend eine Pause machen, an etwas anderes denken und das Unterbewusstsein erledigt den Rest.
Um in Schwung zu kommen und Kreativitätstiefs zu überbrücken eignen sich auch Übungen wie z. B. Wörter zu suchen, die mit A anfangen und mit B aufhören usw. oder zu überlegen welche Gegenstände gibt es, die gelb sind. Einfache Übung, aber nicht zu unterschätzen, wenn man sie öfters trainiert.
Super wäre natürlich Ideen/Lösungen aus anderen Bereichen auf die eigene Situation zu übertragen. Es gibt im Internet viele tolle Ideenblogs, die einem Anregungen zuspielen.
Ein einfacher Trick: Es gibt die Kufsteiner Ideentage, an denen in einem Workshop tausende von Ideen erzeugt werden zu verschiedenen Themen, wodurch man sich einige Anregungen wie Profis das machen abschauen kann. (Eintritt kostet nicht die Welt, siehe FH Kufstein Ideentage bei Google).
Die einfachste Möglichkeit, um Kreativitätstiefs zu überbrücken:
Mieten Sie sich doch einfach einen Ideenmanager, der bringt Sie auf Touren.
(es gibt mittlerweile zertifizierte Ideenmanager, z. B. durch die FH-Kufstein)
Warum nutzen Sie nicht einfach Ideenplattformen, die jetzt immer mehr auftauchen?
Dort können Sie ein Problem eingeben und andere schreiben Lösungen, zum Teil gegen Entgeld oder auch kostenlos (Adressen können Sie bei mir erfragen)
Oder lassen Sie Ihr Unterbewusstsein mitarbeiten, indem Sie z. B. das zu lösende Problem auf Zetteln schreiben und diese überall in Ihrem Umfeld aufhängen und so wird Ihr Unterbewusstsein immer wieder daran erinnert und wenn es im zu blöd wird, muss es sich halt eine Lösung ausdenken. (Aber vorher bitte den Kern des Problems herausfiltern, damit man gezieltere Lösungen erhält).
Dort wo Sie die Aufmerksamkeit hinlenken, dorthin fliesst auch die Energie und es bewegt sich was.
Manchmal hilft gar nichts, dann lege ich mich für ein paar Stunden in die Badewanne und darf erst wieder raus, wenn mir zumindest eine kleine Lösung für ein Problem einfällt.
Irgendwo im Internet habe ich folgendes gelesen:
Überwinden” kannst Du das Problem nur, indem Du es angehst. mit dem Tun kommt auch die Begeisterung - da ist doch was dran, oder?
Oftmals scheint einen eine innere Blockade aufzuhalten. Wenn man nicht gerade eine Energethikerin kennt, die so etwas knackt, kann man versuchen sich ganz einfach zu zwingen loszulegen, um gegen den inneren Schweinehund anzukämpfen, wobei schon nach kurzer Zeit wieder Fluss in die Dinge kommt, da ja nur der Anfang klemmt. Womöglich stellt sich nach den ersten Ergebnissen sogar so etwas wie Fun an der Arbeit ein und man kann dann gar nicht mehr aufhören.
Der Gedanke an eine schöne Belohnung oder, dass man erst nachdem man zumindest 5 min. an der ungeliebten Arbeit gearbeitet hat etwas Essen darf oder die Zeitung lesen darf könnte doch auch schon das Eis brechen?
Na gut, wenn bisher nichts wirkt, dann zumindest so tun als ob. Zwingen Sie sich zumindest sich an den Schreibtisch zu setzen und warten Sie ab, was dann passiert?
Drehe den Spiess um und gehe mal spielerisch an die Aufgabe. Nicht so verbissen, nicht so viele Gedanken machen, sondern einfach tun, vorerst ohne Denken, das kannst Du später immer noch dazuschalten.
Was ich auch schon gemacht habe:
Einen Leidensgefährten suchen und mit ihm im gleichen Raum solange an der Arbeit bleiben, bis wir beide einer Pause zustimmen. (Keiner will ein Schwächling sein)
O.K. Du hast es verstanden, es hilft nur eines und zwar:
Jetzt sofort die Ärmel hochkrempeln und reiss Dich raus aus dem Motivationsloch, oder miete Dir jemanden (Coach), der Dir in den Hintern tritt (klingt nach brutalem Sklaventreiber, aber alles andere ist für die Fische, glaubs mir).
Viel Erfolg wünscht Euch
Mag. Erwin Atzl – Unternehmensberatung in Tirol Innsbruck Kufstein und zertifizierter Ideenmanager auf BeraterVerzeichnis.at
(Fotoquelle: commons.wikimedia.org)
(alle Empfehlungen ohne Gewähr, da jede Situation anders ist und eine individuelle Lösung benötigt)